München, 22/10/09

CommClub München: Es lebe der journalistische Ideenreichtum.


Talkrunde zur Bewerbung Münchens als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018

Es ist immer wieder schön, mitzuerleben, wenn sich journalistische Kreativität entfaltet. So eine Stunde war die vom Münchner CommClub veranstaltete Talkrunde am 22. Oktober in München-Unterföhring zur Bewerbung Münchens als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2018. Ein hochkarätiges Podium (Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH, Axel Achten, Geschäftsführer der Deutschen Sport-Marketing GmbH, Thomas Northoff, Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Susi Erdmann, Weltmeisterin und Olympiasiegerin in Bob und Rodel, Fritz Fischer, Biathlon-Olympiasieger und –Trainer, Werner Rabe, Sportkoordinator ARD) diskutierte Chancen und Aspekte der ehrgeizigen Münchner Bewerbung unter Leitung des elegant und eloquent durch die Themen führenden Moderatoren-Duos Markus Elsen und Marcus Schick.

Besonders Werner Rabe schüttelte wie nebenbei gute Ideen aus dem Ärmel, die das gesamte Spektrum an Gedanken zu Inhalten und ihrer Kommunikation einer solchen Mammut-Aufgabe ebenso widerspiegeln wie den journalistischen Einfallsreichtum. Rabe bemühte zum Beispiel das legendäre Zitat des seinerzeitigen IOC-Präsidenten Avery Brundage nach dem Terroranschlag bei den Olympischen Sommerspiele 1972 in München: „Wie wäre es denn, fragte er provokativ in die Runde, das Motto „the games must go on“ aufleben zu lassen. Was damit gemeint war: München könnte mit dem Zuschlag direkt an die unvergessenen Spiele von damals anknüpfen – ein Aspekt, der der München-Bewerbung eine Art unique selling point und entsprechende Kommunikation verleihen würde. Rabe brachte noch eine weitere spektakuläre Idee aufs Parkett: „Wenn wir über Persönlichkeiten als Botschafter für München diskutieren, sollten wir auch über die schwedische Königin nachdenken.“ Wir erinnern uns: Eine gewisse Olympiahostess namens Silvia Sommerlath lernte in dieser Funktion den späteren schwedischen König Carl Gustaf kennen und lieben. Es ist unbestritten, dass die Eheschließung der beiden – auch wegen der besonderen Ausstrahlung der eleganten deutschen Frau - deutlich zur Verbesserung der Sympathiewerte Deutschlands beigetragen hat. Gute Ideen machen einfach Spaß…

Elke Mahla

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Fast forward: „Feuer und Flamme für München 2018“


Fotos: Thorsten Jochim